Grußwort
Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Lehrkräfte,
liebe Besucherinnen und Besucher der Ausstellung,
immer wieder lesen und hören wir von Menschen, die aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft, ihrer Identität oder Weltanschauung bedroht oder angegriffen werden. Diskriminierung, Menschenfeindlichkeit und eine zunehmende Verrohung im Umgang miteinander sind keine Einzelfälle mehr, sondern Entwicklungen.
Diese Entwicklungen stehen im Zusammenhang mit einer zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung der Debatte darüber, wie offen und liberal unsere Gesellschaft sein soll.
Rechtsextremisten setzen hier an und versuchen die Spaltung der Mitte noch weiter voranzutreiben, indem sie verantwortungslos Ängste und Vorurteile schüren und die Grundwerte und Institutionen unserer Demokratie offen in Frage stellen. Mit gezielten Provokationen wird versucht, die Grenzen des Sagbaren zu verschieben. Wir alle sind gefordert, uns diesen Versuchen entgegenzustellen.
Studien zeigen seit Jahren, dass menschenfeindliche Einstellungen und Ideologien der Ungleichwertigkeit in der Gesellschaft weitverbreitet sind, als oft angenommen wird. Umo wichtiger ist es, genau hinzuschauen und aufmerksam zu bleiben. Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind nicht vereinbar mit einem friedlichen, toleranten und demokratischen Zusammenleben in einer offenen und vielfälltigen Gesellschaft.
Auch die Ausstellung „Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire“ lädt dazu ein, genauer hinzusehen. Die gezeigten Karikaturen uns satirischen Beiträge machen rechtsxtreme und menschenfeindliche Argumentationsmuster sichtbar und helfen dabei, deren Gefahren zu erkennen. Unterstützt durch didaktisches Begleitmaterial regt die Ausstellung dazu an, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie rassistische und menschenfeindliche Einstellungen enstehen - und wie ihnen entgegengewirkt werden kann.
Die Ausstellung wurde entwickelt durch die Schirmherrschaft des Niedersächsische Kulturministeriums, die Klosterkammer und die Stiftung Niedersachsen.

